Frequenzweichentuning
Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, daß durch den Einsatz hochwertiger Weichenbauteile 30 bis 50 % mehr aus einem Lautsprecher "herausgeholt" werden kann! Auch preiswerte Konzepte können so enorm aufgewertet werden. Besonders eindrucksvoll wurde dies in der Zeitschrift "Klang & Ton" 4/98, ab Seite 64 demonstriert: Der Zugewinn an Musikgenuß rechtfertig bei diesem "Cheap Trick" (Paarpreis 150¤) eine zusätzliche Investition von 75¤ pro Paar für beste Weichenbauteile. Dies entspricht einem Anteil von 30% am finanziellen Gesamtaufwand, und unterstreicht die zentrale Bedeutung und den enormen Nutzen einer hochwertigen Frequenzweiche:
(K&T,4/98: "Der Tausch... bringt vor allem im Mittelton-, Präsenz- und Hochtonbereich einen bemerkenswerten Qualitätssprung: Das Klangbild wirkt jetzt überaus selbstverständlich, der letzte Anflug von Lautsprecherklang verschwindet. Scheinbar gibt es keine Boxen mehr, die als Klangquellen zu identifizieren wären, das Klanggeschehen löst sich in beeindrukender Weise von den Lautsprechern. Der Qualitätszuwachs rechtfertigt nach übereinstimmender Äußerung aller, die sich vom Klanggewinn überzeugen konnten, die Mehrkosten von 75¤ für zwei High-End-Frequenzweichen...") ("...Der zweite Kondensator in der Frequenzweiche, der parallel zum Tieftöner liegende C1 ist in der High- End- Version als MKP- Kondensator gewählt. Tatsächlich bringt er gegenüber einem preiswerten Elko einen deutlichen Zugewinn an Klarheit im Mitteltonbereich - auch die Parallelglieder der Frequenzweiche sind klangsensibel.")
Wie stellen wir uns also "unsere" ideale, klanglich optimierte Frequenzweiche vor ?
Das beste Kernmaterial für Spulen ist Luft. Darum werden die Spulen, soweit dies möglich ist, als Luftspulen ausgelegt. Diese müßen bei einem Austausch den gleichen geringem Ohmschen Widerstand wie die vorhanden (Kern-) Spulen haben.
Bei sehr großen Induktivitäten kann man auf Einsatz von Kernmaterialien nicht verzichten. In diesem Fall sind Aronitspulen den Ferritspulen vorzuziehen, vorrausgesetzt, der Innenwiderstand ist klein genug.
Im KFZ sind Ferrit-Rollenkernspulen besser zu befestigen als Aronitspulen.
Zu Trafokern- und Null-Ohm-Spulen gibt es im Tiefbassbereich letzlich keine Alternative. Hiermit lassen sich sehr große Werte mit geringem Ohmschen Widerstand und sehr hoher Belastbarkeit realisieren.
Es ist jedoch nicht in jedem Fall sinnvoll, den Innenwiderstand der Basspule zu reduzieren, da dies einen Eingriff in die Abstimmung darstellt; Nur wenn die Bassabstimmung in Richtung "trocken und präzise" geändert werden soll, ist dieser Eingriff sinnvoll. "Trocken" heißt in diesem Fall auch "weniger" Bass.
Alle Spulen, auch diejenigen, die parallel zu den Chassis eingesetzt werden, sollten Backlackdrahtspulen (bzw. über1.4 mm Draht vakuumgetränkt) sein.
Vor den Hochtöner wird ein MCAP-Supreme geschaltet. Eine Maßnahme, die einen enormen Zugewinn an Räumlichkeit und Transparenz bringt.
Bei sehr großen Kapazitäten -etwa in Zweiwegkombinationen mit tiefer Trennfrequenz- kann aus Kostengründen eine Parallelschaltung von MCAP-Supreme und MCAP sinnvoll sein. (Anteil Spreme: Mindestens 30%. )
Im Mitteltonbereich wird in Serie zum Lautsprecher ein MCAP geschaltet.
Alle Parallelkondensatoren möglichst als MCAP, zumindest aber als MKT- Kondensator ausführen.
Im Bassbereich können zur Not auch Folienkondensatoren und Elkos parallel geschaltet werden.
Widerstände im Signalweg und parallel zum Hochtöner werden als Metalloxyd- Widerstände ausgelegt.
Die Weiche erhält ein seperates Gehäuse oder wird vergossen. Senden Sie uns Ihren Schaltplan oder eventuell die Originalweiche. Gerne unterbreiten wir Ihnen unseren Vorschlag und übernehmen auf Wunsch auch den Aufbau Ihrer High-End-Weiche.
Wir sind sicher, Sie werden von dem Ergebniss der "Tuning"-Maßnahmen begeistert sein.
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